Vier Stunden karrte man uns also über den Berg zurück und wir erreichten nun zum zweiten mal das Busterminal in Chiang Mai. Von hier fuhr um 15 Uhr ein Minivan nach Pai. Es war eine kurvige, recht wagemutige Fahrt unseres rasenden Chauffeurs. Aber immerhin stiegen wir um 19 Uhr in Pai aus unserem Van. Direkt stand uns ein hilfbereiter Thai zur Seite der uns den Weg zu unserem Hostel erklärte. Im Hostel angelangt bezogen wir unser Notzimmer, da das kleine Zimmer erst am nächsten Tag verfügbar war. Für 11,50€ insgesamt kein schlechtes Zimmer, kaum übertrieben. Zudem wurde das Hostel von einem alten Hippie geführt, der mit seinen mindestens 200 Jahren einem Samurai Film entsprungen zu sein schien.
Am nächsten Morgen zogen wir in einen kleineren Bungalow um und genossen unser erstes Müsli am Morgen, mit reichlich Mango in Thailand.
Pai ist eine komische Stadt, mit mehr Hostels als Wohnhäusern. Der Nachtmarkt ist überlaufen, es gibt allermöglichen Touri Schnick-Schnack, Leute mit übergroßen Brillen und lauter Musik die Tee in Bambus verkaufen und weiteren Blödsinn. So verbrachten wir den ersten Tag damit über den Markt zu latschen, grünes Curry zu essen und Vicky gönnte sich abends, unwissend was sie erwarten würde, ihre erste Thai Massage. Schon lustig anzusehen wie sie verdreht, gedrückt und geprügelt wurde. Ihre Gliedmaßen wurden in alle möglichen Richtungen verdreht, der Rücken durchgebogen und die einzelnen Muskeln gezielt mit dem Ellbogen und dem Körpergewicht des Masseurs durchgedrückt. Eine Stunde später, mit reichlich Muskelschmerzen, wanderte sie recht benommen aus dem Massagestudio. Immerhin fühlte sie sich danach als würde sie fliegen und leicht benebelt. Eine lustige, schmerzhafte Erfahrung, die sie nicht unbedingt wiederholen muss.
Da Motorroller hier recht günstig zu mieten sind, machten wir uns auf mit einem die Gegend zu erkunden. Zuerst besuchten wir Nordamerika, irgendwie passt dieser Canyon nicht nach Thailand?
Solide Brücken:
Linksverkehr!
Nach der brütenden Hitze und den steilen Hängen des Canyons besuchten wir heiße Quellen, wobei wir für die 5€ pro Person zu geizig waren und umkehrten. Lieber frieren wir uns dafür im Eiskalten Bergquellwasser den Arsch ab! Mit diesem Motto fuhren wir zu einem sehr überlaufenen Wassefall, konnten aber noch ein ruhiges Plätzchen ausmachen. Eine Massage in einem natürlichen Wassefall-Whirlpool war mit drin.
Zum Tagesabschluss besuchten wir noch einen Tempel, mit einer recht netten Aussicht und aßen eine Packung Chips mit Seetang Geschmack neben einem Buddhistischen Schrein.
Alles in allem ist Pai trotz der Touristenmengen doch ein recht angenehmes Plätzchen.
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