Anschliessend fuhren wir zum Park Office, wo eine kurze Pause eingelegt wurde. Hier gab es ein paar Rehe und einen netten Fluss mit einer Hängebrücke, ebenso auch ein paar fette Seidenspinnen. Von hier aus fuhren wir ein bisschen weiter in den Park hinein, wobei eine kurze Pause eingelegt wurde da ein Guide in der Nähe ein paar Gibbons ausgemacht hatte. Auf dem Weg dahin gab es für Vicky ein paar Dornen in die Hand, man musste sich schon ein bisschen durch den Wald quetschen. Diese Gibbon-Familie war unseren Führern bereits bekannt, Gibbons haben wohl eine sehr kleine Familie, welche etwa einen Quadratkilometer als Territorium regiert. Sie haben auch nur etwa ein Kind alle vier Jahre, da die Mutter ihr Kind ca 3 Jahre lang aufzieht. Diese gab es mehr oder weniger in einem Baum zu bestaunen, da die Gibbons so hoch oben leben, dass man Glück hat mal einen zu erkennen.
Danach sind wir dann etwas gefahren und endlich zu Fuß in den Urwald aufgebrochen. Es war eine sehr schöne Wanderung durch den dichten Wald, wobei wir froh waren einen Führer zu haben, da die Wege kaum als solche zu erkennen sind. Während des Wanderns besuchten wir dann auch Jackson, den Freund eines unserer Führer. Er wurde sogar extra für uns aus seiner Höhle gelockt. Jackson hat es sich dann auch in Vickys Gesicht bequem gemacht, wobei er dabei sehr entspannt war, da er als Wechselwarmes Lebewesen die Wärme genießt. Einer Viper sind wir auch über den Weg gelaufen. Obwohl sie nur 2 Meter über uns in einem Ast saß hätten wir sie niemals gefunden.
Auf unserer anschließenden Route lief uns dann ein kleiner Drachen über den Weg. Dieser arbeitete sich aber diesmal unfreiwillig von Vickys Hand zu ihrem Kopf hoch.
Plötzlich schritten wir aus dem Wald und standen auf einem Feld mit gelb schimmernden hohem Gras. In der Ferne war bereits ein kleiner Aussichtsturm zu sehen, wo es Reis mit Gemüse zu futtern gab.
Von hier war es noch ein kurzer Weg, bis wir angestrengt von der Wanderung wieder unsere Fahrzeuge erreichten. Auch der nächste Parkplatz wo wir anhielten wurde von einer in Mülleimern wühlenden, tobenden Meute Affen heimgesucht. Hier stand als nächstes DER Wasserfall aus DEM Film THE BEACH auf dem Programm (nicht mit dem Wasserfall aus dem Khao Yai Nationalpark zu verwechseln). Was tut man nicht für eine schöne Aussicht, denn die Kante des Wasserfalls ließ sich nur mit Kletterei über einen breiteren Spalt mit tobenden Wassermassen erreichen. Eine obligatorische Höhle lag natürlich neben dem Wasserfall, aber sie ließ sich leider nicht trockenen Fußes erreichen.
Auf der Rückfahrt entdeckte unser Fahrer noch etwas großes Graues im Wald und nach dem wir es langsam ein ganzes Stück begleitet hatten, wagte sich der Dickhäuter auch aus dem Dickicht. Es war allerdings nicht der freundliche Benjamin, sondern eher ein ungehaltener Zeitgenosse, der uns scharrend und trötend ziemlich deutlich gemacht hat, dass wir besser verschwinden. Wir entfernten uns also immer langsam mit dem Auto, stück für stück, aber er verfolgte uns weiter. Irgendwann war es ihm dann zu blöd und er ging wieder zurück in den Wald. Nun traten wir unsere Heimfahrt an.
Im Hostel gab es natürlich auch Wildtiere zu bestaunen.
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