Gegen 19 Uhr erreichten wir also nach 12 Stunden unser Ziel. Ein Schwede, der seit 30 Jahren in dieser Stadt lebt um, nach eigener Aussage, nichts zu tun, half uns im Dunklen unser Hostel zu finden.
Da unsere gewollte Trekkingtour erst am zweiten Tag nach unser Ankunft begann, liehen wir uns für den ersten Tag Fahrräder aus. Mae Sariang ist eine niedliches kleines Dorf, gelegen in den norwestlichen Bergen Thailands, an der Grenze zu Myanmar. Als wir gerade augbrechen wollten, trafen wir unseren Tourguide für den nächsten Tag. Da er gerade Freizeit hatte, bot er uns eine kleine Tempelrundfahrt mit dem Rad an. Zunächst brachte "James" (Su Rapon), wie er für uns Farangs heißt, uns zu einem schmucken, kleinen Tempel in der Nähe, Ausblick und Happy Buddha ("very happy Buddha!") inklusive.
James arbeitet jetzt als Tourguide in Mae Sariang, hat aber vorher in Chiang Mai in einem Restaurant gekellnert und so Englisch gelernt. Jetzt schaut und liest er auch viel auf Englisch, wodurch er in der Lage ist die Schülern englisch Kurse für einfache Unterhaltungen anzubieten. Insofern war er auch froh, viel mit uns zu reden, da er so sein Englisch aufbessern kann.
Nach dem Tempelbesuch gingen wir mit ihm noch in ein echtes Thai-Straßenrestaurant, wo es laut ihm den besten Papayasalat gäbe. Das Menü war komplett in Thai, aber James konnte für uns einen Papayasalat in "medium spicy" bestellen (weil ein Schüler von ihm, der bei unserer Tour mit dabei war, nicht so scharf essen könne). "medium spicy" erwies sich als äußerst spicy, aber es war auf jeden fall sehr lecker, fischfrei und genießbar. Danach musste er zurück in die Schule (er wollte sich sogar unbedingt am Bezahlen beteiligen, wir konnten ihn aber noch umstimmen). Wir fuhren noch ein bisschen auf eigene Faust durch die Gegend, besonders schön war ein Tempel den wir im späten Nachmittag besuchten. Dieser war auf einem endlos erscheinenden Hügel gelegen, der so steil war, dass wir unsere Fahrräder schieben mussten. Immerhin mit der Freude auf ein entspanntes Hinabrollen. Oben angelangt gab es einen, in einem kleinen Wäldchen verborgenen, hinter bunten Blüten versteckten Tempel mit reichlich prächtigen Drachen. Zudem eine schöne Aussicht, viele Blumen und einen wahrlichen "big Buddha".
Als es langsam Dämmerte machten wir uns auf den Rückweg, nur leider funktionierten die Bremsen an unseren Fahrräder nicht, so konnten wir den Berg auch wieder hinabschieben, bzw. mit dem Veloziped gehen.
Nach einer geruhsamen Nacht brachen wir in aller Früh (9 Uhr) zu unserer Wandertour auf. Es ging zunächst steile Berghänge mit Kürbisfeldern hinab, durch dichtes Spinnengestrüpp und anschließend über Bäche durch dichten thailändischen Wald. Reisfelder, Bergaussichten, reichlich vierblättrige Kleeblätter und einen Wassefall gab es auch zu entdecken. An manchen Stellen gab es auch Tekno-Grillen, oder unbeschreiblich lautes, grelles Pfeifen (laut James von "Krickets").
Traditioneller Bauer auf seinem Feld:
Rutschpartien dank Blättern und Steilhängen:
Unser Führer:
Gut gesättigt von einem Pad Thai am Wasserfall, fuhren wir zu heissen Quellen in der Nähe. Schwefelhaltiges, 71° heißes Wasser, tritt hier aus dem vulkanischen Boden und versengt alles was hineingerät. Nur weiße, fadenförmige Bakterien schaffen es hier zu überleben. Die schwefeligen Wasserdämpfe stiegen empor und entfalteten ein leichtes Ei Aroma. Netterweise wird auch ein Teil des Wassers umgeleitet und kann so zum entspannten Baden verwendet werden. So saßen wir zu fünft, mit James und zwei Belgiern im warmen Thermalwasser. Unsere zwei IT-Studenten aus Tschechien, die den Rest der Gruppe bildeteten, interessierten sich für die übergroße Zigarette eines alten Thais in der Nähe. Dieser wickelte ihnen promt eine Zigarre aus seinen eigen-angebauten Tabak, in einem Banenblatt. In unserem Bad konnten wir also zusätzlich noch eine echte, thailändische Zigarre paffen.
Zum Tagesabschluss besuchten wir dann noch einen ziemlich billig wirkenden Tempel auf einem Berg, überladen mit golden angesprühten Buddhas.
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