Montag, 17. Februar 2014

Krabi (16. - 22.12.13)

Wie immer brachte uns eine rasante Fahrt im Bus zu unserem nächsten Ziel, Krabi Stadt. Diesmal mussten wir allerdings einen privaten Minibus nehmen und keinen Öffentlichen. Dieser raste ungefähr hundert mal so schnell wie alle anderen, überholte trotz Gegenverkehr und so weiter, alles Thai style. Dafür brachte man uns nach Protest aber auch direkt zu unserem Hostel (Smile Guesthouse), wo wir unseren 200 Baht Bunker (5€€) bezogen. Dazu gab es einen gemütlichen, riesigen Balkon auf dem Dach mit einer Super Aussicht und gratis Tee und Kaffee!!




Unser erster Ausflug führte uns zu einem weissen Tempel, wo uns der Tempelwächter anglotzte, aber nichts von sich gab. Desweiteren wohnten reichlich Katzen und Hunde äußerst verdreht auf dem Gelände.





Als nächstes stand der Tiger-Tempel auf dem Programm. Mit dem Moped rasten wir die Straßen entlang, immer Richtung Tempel. Plötzlich winkte uns ein Polizist in eine Kotrolle, Führerschein! Sie wollten sich nicht mit dem normalen zufrieden geben, aber Jim konnte seinen Internationalen noch rauskramen. Sie wirkten etwas grimmig uns nichts abknöpfen zu können. Auf Nachfrage wurde uns der Weg zum Tiger Tempel beschrieben. Mit dem Moped ging es weiter den Highway entlang, nur lagen vor uns keinerlei Berge. Der Tempel sollte doch auf einem Berg sein? Nach fünf Kilometern drehten wir um, die Polizei hatte uns in die falsche Richtung gelotst.

Nach ein bisschen hin und her kamen wir so schließlich am Tempel an. Vor uns lagen 1237 Thai-Stufen, die in der Hitze zu erklimmen waren. Die meisten waren so schmal, dass der Fuß nichtmal darauf passt. Immerhin gab es aber ein Geländer (Dieses war aber kochend heiss wegen der Sonne). Mit anderen Wagemutigen erklommen wir so langsam den Berg. Weiter gen Spitze wurden die Stufen immer Nasser, teilweise waren Pfützen auf dem Boden und das Geländer war klitschnass. Nach kurzer Zeit begriffen wir, dass der Schweiss hier in Strömen läuft.

Durchnässt erreichten wir die letzte Stufe, aber alles hat sich gelohnt, genießt unseren Ausblick:





Nach einem kurzen Picknick und ausreichend Pause stiegen wir den Berg wieder hinab. Anscheinend hatten wir aber Glück, wir sind vor wütenden Affen verschont geblieben die hier sonst ihr Unwesen treiben.








Im Anschluss besichtigten wir noch einen kleinen Tempelwald, wo die Mönche des Kloster in kleinen Hütten an den Bergklippen leben.



Beim Verlassen des Waldstücks lief uns ein Thai über den Weg, der ein kleines Fellwesen auf seiner Schulter trug. Ein freundliches, putziges Possum. In Neuseeland wäre dieses sicher direkt überfahren, erschlagen und verbrannt worden.



In Krabi Stadt geht es touristenmäßig noch recht ruhig zu und um einmal den richtigen Rummel und den schönen Strand zu erleben, der Millionen Touris hierher lockt, fuhren wir mit unserem Moped nochmal zum Ao Nang, dem Hauptstrand.


Ein wirklich gräßlich überranter Platz und alles voller lauter Longtail-Boote, Mopeds und Menschenmassen.


Während unser schnellen Flucht haben wir nochmal auf einem Markt angehalten und uns mit Salat versorgt. Super Kombi mit frischer Ananas im Salat!


Die Leckereien dürfen natürlich auchnicht fehlen. Allerlei glibber Süßkram.


Am nächsten Tag machten wir einen Abstecher zum Contemporary Art Museum. Ein Polizist wartete gleich auf dem Vorplatz und verwies auf die Museumstür. Er fasste Jim ebenfalls an die Dreads und zeigte grinsend einen Daumen nach oben. Die Tür ließ sich allerdings nicht öffnen. Dann verwies er auf die zweite Tür. Diese war ebenfalls verschlossen. Ein Blick auf die Öffnungszeiten verriet, dass das Museum heute geschlossen ist. Der Polizist lachte einmal und entschuldigte sich bei uns. Wir verständigten uns noch etwas über Gesten, dass es heute ein schöner Tag sei und gingen wieder. Der Polizist verließ auch seinen Posten. Hatte er wirklich auf ein leeres Haus aufgepasst?

Etwas zeitgenössische Kunst gab es aber doch noch zu sehen.


Am nächsten Tag liefen wir nochmal zum Museum, diesmal war die kleine Ausstellung geöffnet und wir hatten sie die größte Zeit für uns. Echt einen Blick wert.




Asiatisches Stillleben:



Seriöse Thai Kabel (laut am Surren):


Auch den Steinelefanten wird Wasser gespendet:


Auf die Empfehlung unseres Hostel Besitzers hin setzen wir mit dem Boot direkt in Krabi Stadt auf die kleine Insel Ko Klong über. Wir hatten uns ein Mountainbike geliehen um die Insel zu erkunden.



Tsunami Verwüstung und die verbliebenen Ruinen:





Achtung, fette Warane:




Wasserbüffel gibt es hier zu hauf:



Mehr glibber Süßkram:


In der Nähe von Krabi liegt ein Magrovenwald, in welchem Kalksteinfelsen in die Höhe ragen und dadurch entstehen dort viele kleine durchflutete Höhlen. Ebenfalls sorgen diese Höhlen dafür, dass Touristen anreisen um sie mit dem Kanu zu befahren. Da es uns zu schwer erschien dort ohne ein Taxi hinzugelangen, schlossen wir uns einer Kanu Tour an. Im Nachhinein hätte es auch ohne Tour geklappt. Einfach hinfahren und dort gibt es überall Kanus zu leihen.

Wie auch immer, dafür war die Landschaft wunderschön.




Alles voll!





Nach zwei Höhlendurchquerungen und reichlich Mangrovenwald paddelten wir ganz nah an ein Kalsteinfelsen. Ein kleines dunkles Loch verriet eine längliche Höhle. Langsam paddelten wir durch die Dunkelheit, bis wir einen Ausgang erblickten.


So erreichten wir eine kleinen, von Felsen umschlossenen See. Ein verrückter Anblick, umringt von Felswänden zu sein.



Unsere letzten Tage in Krabi, fast schon die letzten in Thailand, nutzten wir um nochmal einen klassischen Morgenmarkt zu besuchen. Wildes Gewusel, Gerüche aller Art und allerhand leckeres Zeug.




Auch die veganen Restaurants mussten wir nochmal auskosten:


Für unsere nächtliche Busfahrt nach Bangkok haben wir uns nochmal mit Süßkram und Takeaway Essen versorgt.



Wunderliche Früchte:



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